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25/12/2011 / Raika

I Heart Sharks im Waschhaus

Auch wenn ich dafür bestimmt schon als bescheuert betitelt wurde, dass ich am Tag meiner „Rückkehr“ (war ich denn wirklich weg?) nach Deutschland sofort auf ein Konzert ging -es war so großartig. Es war einfach mal so gut wieder auf ein Konzert zu gehen, bei dem ich mich um nichts und niemanden kümmern müsste. Ich gehe gerne mit Freunden auf Konzerte, aber das Problem ist, dass sie dann den kompletten Gig über irgendwas labern. Nein, ich verstehe eh nicht, was sie sagen -erstens ist es zu laut und zweitens möchte ich mich der Musik ganz hingeben. Wenn ich allein bin, kann ich einfach ich selbst sein. Dann riss es mich gleich ab dem ersten Song völlig mit und selbst der merkwürdige Typ vor mir, der sich kaum bewegte und nur ab und zu im Takt wippte, wurde mir total egal. Wen schert das schon, wenn der Rest des Clubs genauso abgeht als gäb’s kein Morgen mehr. Und dann verschwinden wieder alle Gedanken, es gibt nur noch die Musik, den Takt, deine Bewegungen und die der Menschen um dich herum. Ein Blick der alles sagt, hier gehöre ich hin. Ein zweiter Blick zur Seite, ich bin nicht alleine. Der herrlichste Moment, wenn der Funke überspringt.

An sich war die Band verdammt unterhaltsam, stand nicht losgelöst aller Realität umschwebt von einer unsäglichen Coolness -wie ich es ehrlich gesagt erwartet hätte. Es war cool, die animierten und interagierten mit dem Publikum. Erkannten alte Gesichter von vorherigen Gigs wieder. Der Sänger mischte sich unters Publikum und auch der Gitarrist sprang später in die Masse. Alle mussten in die Knie, wie in alter Beasteaks-Attitüde und alle sprangen im selben Moment auf und rasteten komplett aus -auch der Gitarrist incl. Gitarre zwischen den Leuten. Ich bin mir nicht sicher, ob es die beste Idee des Abends war mit der Gitarre fuchtelnd durchs Publikum zu springen, aber der Augenblick relativierte alles.

Und manchmal fehlen mir die richtigen Worte, um alles zu beschreiben. Dann musste ich wieder zurück in die Realität, wartete 4h auf den nächsten Zug und ging dennoch mit einem Grinsen auf den Lippen im Regen Heim, in Gedanken den letzten Stunden nachhängend.

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