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02/12/2011 / Raika

See Northern Lights: Tick

Endlich kann ich mal was von meiner Liste streichen. Die eine Liste, die wohl jeder hat, mit Dingen drauf, die man in seinem Leben mal gemacht haben will. Ich wollte unbedingt Polarlichter sehen. Unglaublich. Und ich habe sie gesehen. Dabei war ich schon kurz davor aufzugeben. Mit Erasmus Studenten ist das ja so eine Sache, sie sind in der Regel laissez-fair. Wie ich jeden Abend fragte, ob wir auf den Berg gehen um die Nordlichter zu sehen. Dann gingen wir in eine Bar und hinterher hatte keiner mehr Lust. Am nächsten Abend war es weiterhin sehr unklar, ich fragte jeden. Manche sagten, sie würden gehen. Ich wollte unbedingt mit und dann …ach… wir feierten im Cottage nebenan. Ich wurde das ständige fragen müde. Doch plötzlich kamen zwei Mädels von draußen hereingestümt und rifen und schrieen ganz aufgeregt: “Sind das Polarlichter? Sind das wirklich Polarlichter?” Und fuchtelten jedem mit ihrer Kamera vor dem Gesicht herum, dass man eigentlich nichts erkennen konnte. Irgendwer meinte dann, ja klar. Und wir stürmten schneller aus dem Cottage als wir bei einem Feueralarm evakuiert hätten.

Es war einfach unglaublich. Die ganze Zeit haben alle erzählt, die Polarlichter wäre mehr ein weißer Schein am Himmel, der erst auf Fotos diesen grünen Schimmer entfaltet. Diesen Eindruck hatte ich aber nicht. Ich sah sie grün genau über uns über dem Himmel ziehen und tanzen, dieser leuchtende Vorhang, der sich bewegt als würde eine leichte Sommerbriese zum Fenster herein wehen. Es war so zauberhaft und so unglaublich.

Das peinlichste war aber, dass wir es wohl trotzdem nicht richtig zu schätzen wussten. Die ganze Zeit auf der Suche nach dem besten Foto aller Exchange Students. Ich kann es eigentlich nur mit den Worten “it was a mess” beschreiben. Niemand hielt auch nur eine Minute inne um die Welt kurz stehen bleiben zu lassen und sich diesen Moment unter die Haut gehen zu lassen, dass er sich für ewig in unserem Gedächtnis einbrennt, damit wir für immer von diesem Moment zehren können und unser Leben lang, diese Sehnsucht in unserem Herzen tragen, welche man in so einem Moment spürt.

Und der beste Soundtrack dazu ist “Last known Surroundings” von Explosions in the Sky.

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