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11/09/2011 / Raika

Musik im Internet. Internetmusik

Passiert eigentlich noch was auf Last.fm? Ich frage mich das, weil ich es schon fast merkwürdig finde, dass die Leute immer noch täglich ihre gespielten Songs darauf abbilden. Für mich war Last.fm schon fast in Vergessenheit geraten, weil ich mittlerweile andere Wege nutze um neue Musik kennen zu lernen. Man denke da nur an die vielen Blogs, die perfekt all das herausfiltern, was mir nicht gefallen würde. Tummelt man sich auf Blogs von Menschen, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben bzw sich einem bestimmten Genre verschrieben haben -dann braucht man sich auch keine Sorgen zu machen, ständig mit schlechter Musik belästigt zu werden. Wenn ich selbst keinen Bock habe die erlesenen Ergüsse der Blogger zu lesen, dann folge ich ihnen einfach über Hypemachine. Fertig. Ich kann Musik hören, die weitgehend unentdeckt ist und mir garantiert gefallen wird. Trotzdem nutze ich Last.fm weiter. Denn es läuft immer im Hintergrund mit. Es bekommt sämtliche Titel übermittelt, die ich höre -selbst wenn ich das Radio anhabe.

Anfang 2009 zeigte mir eine Freundin Last.fm mit den Worten: “Lass uns da mal reinfuchsen, da finden wir ganz viele neue Bands.” Ich glaube, zu der Zeit war es noch möglich viele Songs direkt auf der Last.fm Seite zu hören. Jetzt ist es eh nur eine Referenz auf Simfy oder Hypemachine. Also warum eigentlich einen Dienst weiterhin nutzen, wenn er seine Kompetenz auf andere weiterleitet?

Mittlerweile habe ich es nur als Zusammenfassung, für die Musik, die ich im Moment gerade höre. Ich lerne damit keine neuen Bands kennen. Ich habe dort nicht besonders viele Freunde. Ich durchsuche auch nicht die “Radiostationen” der Bands nach ähnlichen, die ich noch nicht kannte. Ich mache keine Playlists auf Last.fm. Ich schreibe dort auch keinen Blog mehr. Ich sehe einfach nur, welche Bands ich in den letzten 7 Tagen, 3 oder 6 Monaten am häufigsten gehört habe. Manchmal -aber eher selten- nutze ich Last.fm um Events zu finden, Konzerte, Festivals.

Kurz gesagt ist Last.fm für mich geradezu nutzlos. Was ich aber interessant fand, war die Sicht eine Kommilitonen. Denn im Unterricht von Strategic Music & Media Management sollten wir diskutieren, was in der Musikbranche Zukunft hat. Er sagte also, er hat sogar einen ProAccount, mit dem er unbegrenzt die Radiostationen hören kann. (Welche mittlerweile für alle kostenlosen Nutzer limitiert worden sind.) Ihm ist es wichtig Musik nach Genres zu durchsuchen. Das heißt: er freut sich wenn Last.fm ihm Bands vorschlägt, die ihm an Hand seines Musikgeschmacks gefallen könnten. Diese Empfehlungen einer Maschine, welche das Ergebnis zusammengerechnet hat, ignoriere ich weitestgehend. Für mich hat es mehr Gewicht, wenn ein Freund mir diese Band empfehlt. Oder ich schaue mit das Profil von Freunden an und sehe dort, was sie als letztes gehört haben. Wahrscheinlich sind die Berechnungen oftmals treffsicherer, aber meine Freunde stehen mir näher. Deshalb waren in den Diskussionen meine Argumente auf den sozialen Aspekt gegründet.

Ich denke, ohne die Empfehlungen von Freunden ist man dem Internet allgemein schutzlos ausgeliefert. Man muss so viel Schund hinnehmen, wenn man nicht auf den Filter eines Bloggernetzwerks, von Magazinen oder Freunden zählen kann. Die soziale Komponente macht in vielen Teilen des Internets einen großen Teil aus und das ist auch wichtig & richtig so.

Aber wie ist das bei euch? Ich wundere mich einfach, wenn ich bei Twitter lese, wie sich jemand beschwert Stunden lang Musik gehört zu haben, ohne Last.fm angeschalten zu haben. Was ist so schlimm daran?

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