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05/08/2011 / Raika

Was bei mir untern Tisch fiel

Das letzte mal hatte ich über meine am meisten genutzten Netzwerke und Web 2.0-Dienste geschrieben. Dazu kommen aber noch unzählige weitere Sachen bei denen ich angemeldet bin und selten nutze. Da kommt daher, dass sie schlicht und einfach keinen besonderen Mehrwert für mich haben.

Angefangen bei Social Networks, wie Diaspora oder auch Google+. Klar bin ich auch da angemeldet. Nutzen tue ich in erster Linie trotzdem immer noch Facebook. Ich meldete mich an, um es auszuprobieren. Um herauszufinden, was ist der besondere Nutzen. Bei Diaspora ist es einfach nur der Nutzen, dass es eine nahezu heldenhafte Zielsetzung hat: Verbesserung des Datenschutzes in Sozialen Netzwerken. Wie machen sie das? In dem ihre Serverstruktur ist schon netzwerkartig  angeordnet ist. Das bedeutet ganz viele kleine Server speichern die Profilinformationen der User. Wird einer abgeschalten so sind die darauf gespreicherten Informationen nicht mehr erreichbar, aber der Rest des Netzwerks trotzdem. Umgekehrt kann ich meinen eigenen Server nutzen um nur meine Daten zu hosten und den mit dem Diaspora-Netzwerk verbinden. Meine Daten bleiben bei mir und sind nur erreichbar, wenn ich diesen Server auch an hab.

Problem hier ist, man wird es merken: Diese Struktur in wenigen Worten zu erklären, ist nahezu unmöglich und das ist der springende Punkt, weshalb von dem Ottonormal-Internetnutzern keiner Diaspora nutzt. Sie verstehen es nicht beim ersten Anlauf und haben nicht den Drang sich intensiv dahinter zu klemmen es zu verstehen. Nächstes Problem ist, dass dieses Ding bei der Entwicklung schon die ganze Zeit im Alpha hängt. Normalerweise werden Alpha-Tests kaum im Öffentlichen durchgeführt und der Beta-Test ist dann auch noch nicht mal offen. An dieser Stelle steigen mittlerweile auch die Nerds aus, weil einfach nichts neues passiert, was zum experimentieren einlädt. Scheinbar wird auf der Entwicklerseite genauso wenig gemacht wie bei den Usern. Es wird uninteressant.

Kommen wir zu Google+: Die haben sich genauso in Unterscheidungsmerkmal ausgesucht, das sie von Facebook abgrenzt. Wenn ich jemanden G+ erklären wollte machte ich das immer so: Das ist eine Mischung von Twitter und Facebook. Fehler bei der Überlegung ist leider, dass ich bei Twitter folge und bei Facebook befreundet bin. Ergo: Bei G+ folgt man Leuten in dem man sie in irgendeinen beliebigen Circle schmeißt. Das bedeutet noch lange nicht, dass ich dann auch lesen kann, was die schreiben. Denn die Rechnung geht erst auf, wenn der andere mich genauso seinen Circles hinzufügt. Anders kann er einfach die Öffentlichkeit aussperren und damit auch mich. Macht das Sinn?

Und letztendlich ist es für mich schon ganz schön entnervend, wenn ich angezeigt bekomme, dass irgendwer -der mich nicht interessiert- “etwas mit mir teilen möchte”. Aha, soso -ausblenden. Und schon ist die schöne neue Idee futsch, weil ich sie einfach ignoriere. Folgt mir doch einfach bei Twitter. Dann kann ich mich immer noch entscheiden, ob ich euch lesen möchte.

Die Zusammenführung von Twitter und Facebook macht für mich keinen Sinn. Denn in beiden Nutzern sehe ich für mich vollkommen verschiedene Ziegruppen mit denen ich kommuniziere. Alles was ich bei Twitter schreibe möchte ich nicht bei Facebook schreiben, weil ich andere Adressaten hab. Das sind meine Freunde. Mit denen kann ich auch mal gehaltvoll schreiben. Denen will ich ein bisschen Inhalt über mich oder was anderes mit auf den Weg geben. Twitter versendet sich schnell und die meisten der Leute hab ich noch nie persönlich getroffen. Die sollen keine Details über mich erfahren. Vielleicht schreib ich doch mal unbedacht was in die Timeline -dann ist es eben in der Cloud und geht unter. Was soll’s.

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