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03/08/2011 / Raika

Was ich hier immer noch nicht verstehe

Ich muss sagen, die Tage hier in Bielefeld sind irgendwie immer noch sehr komisch. Wie ich finde, ist das eine ganz andere Welt. Damit möchte ich natürlich nicht auf die Bielefeld Verschwörung anspielen. Nein, es ist einfach so: Es gibt Menschen, die sind im TV bekannt. Es gibt Menschen, die sind im Radio bekannt. Dazwischen gibt es dann noch die Leute, die im Internet bekannt sind. Und bei denen bin ich gelandet.

Ich war eben noch nie so sehr in die ganze Maschinerie des Netzzirkus involviert. Das macht es für mich immer noch so surreal. Bei der re:publica bekam ich schon einen kleinen Einblick hinter die Kulissen dieser Welt, die mich da schon seit einiger Zeit faszinierte. Ich fand es an der Zeit, dass ich dahin gehe, immer noch denke ich, es war der perfekte Zeitpunkt. Begeistert besuchte ich Vorträge und Diskussionen, zum Schluss lernte ich sogar ein paar der tollen Blogger kennen -deren Feeds ich weiterhin fleißig abonniere und es eben -wie sollte es anders sein- um ein Vielfaches erweitert hab.

Doch ist es so, dass ich hätte genauso gut eine Schweinemesse besuchen können. Ich würde mich genauso wenig „integriert“ gefühlen. Es ist nicht so, dass ich plötzlich täglich hunderte zugriffe auf mein Blog habe und auf einmal alle sich die Ideen von mir holen. Genauso wie vor der re:publica fühle ich mich als Gast in dieser Welt, der sich nur mal für drei Tage hinter den Vorhang schleichen durfte um zu sehen, was da passiert.

Bloß in diesen Wochen, die ich hier in Bielefeld zu Besuch sein darf, sind mega aufschlussreich. Außerdem kann ich mit recht behaupten, dass ich gerade einen großen Anteil an einem Projekt habe, dass sich eben mit Problemen und Unzulänglichkeiten des Internets beschäftigt. Dazu bekomme ich zu allen weiteren Aspekten einen guten Einblick. Mir steht eine Fülle an Informationen zur Verfügung, die ich selbst nach einem Jahrespraktikum nicht alle durchgestöbert hätte.

Dann sind da noch so Dinge wie Feminismus. Ein Wort mit dem ich eigentlich nur im Geschichtsunterricht näheren Kontakt hatte und mich seit dem wenig mit beschäftigt hatte. Natürlich merke ich, dass im Netz so einige Diskussionen und Streits darüber ausgefochten wurden. Jetzt aber sitzt mir mehrmals die Woche eine Frau gegenüber, die für diese Themen nicht nur steht sondern auch einsteht. Auf einmal werde ich durch sie direkt mir dem Thema Feminismus konfrontiert. Ich kann dem einfach nicht mehr ausweichen. Ich muss mir meine eigenen Gedanken machen. Jetzt.

Das ist doch verrückt!

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