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14/07/2011 / Raika

Vom Kommen und Gehen

Schon übermorgen werde ich Mittweida verlassen. Mein Zimmer ist gekündigt. Ich habe für die nächsten Wochen ein Wohnheimzimmer in Bielefeld. Da werde ich für’s erste Leben. Nicht lange, das war abzusehen, ist es doch nur für ein kurzes Praktikum. Es wird Zeit zu gehen. Ich habe alle Tickets die ich brauche. Bahntickets von Mittweida nach Bielefeld. Und von Bielefeld nach Berlin.

Damit kann ich nahtlos meine Sachen packen, um nach Finnland zu fliegen. Auch dafür habe ich alle Tickets. Hin- und Rückflug, sowohl die Bahnfahrten nach Jyväskylä sind gebucht. Eigentlich kann nichts mehr schiefgehen. Am 23. August um 12:55 Uhr von Tegel nach Helsinki.

Mein Zimmer sieht aus wie leer geräumt und das nicht erst seit gestern. Schon seit einigen Wochen habe ich es ausgeräumt. Alles weggeworfen, was ich nicht mehr brauche. Alles verschenkt, was noch Wert hatte. Einige wichtige Dinge für die nächsten 6 Monate verliehen, wie meine Nähmaschine. Meine Katze hat auch ein vorläufiges zu Hause, das war meine größte Sorge. Alles wird gut.

Und dank dem Praktikum habe ich auch gar keine Zeit weiter über alles nachzudenken. Schon meine Bewerbung für die Universität in Finnland war eine spontane Entscheidung. Manche Planen ein Auslandssemester Monate voraus. Ich habe mich innerhalb von 3 Tagen beworben. Hatte noch viel für’s Studium zu tun. Da kam auch schon die Zusage, ehrlich gesagt hätte es mich gewundert nicht angenommen zu werden. Ich kann immer noch nicht planen. Kaum habe ich Zeit zu überlegen, was ich eigentlich alles von dem Land sehen will. Ich weiß auch nicht, wie es mir dort gefallen wird. Wie die Leute dort Leben. Ich kann nicht mal Finnisch.

Ich bin gespannt wie das Studieren dort ist. Es ist ein ganz anderes Studiengang, den ich dort verfolge. In Deutschland studiere ich Medientechnik. In Finnland werde ich Music and Media Management studieren. Mir geht es nicht um Credits. Mir geht es um eine gute Zeit. Um Deutschland und Mittweida, vielleicht auch ein bisschen Berlin zu vergessen. Um Abstand zu nehmen. Vom weiten will ich zurückblicken und dann entscheiden, wie es weiter gehen soll. Denn auch das weiß ich noch nicht.

Das einzige was ich gerade wirklich will, ist Nordlichter sehen zu können. Mehr will ich nicht. Mehr brauche ich nicht.

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