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22/04/2011 / Raika

Ich hatte mehr erwartet

Am Mittwoch war es endlich so weit, das Konzert von Clueso stand an. Seit bestimmt über einem halben Jahr, wenn nicht einem dreiviertel Jahr hatte ich die Karten bei mir zu Hause liegen. Schon total voreingenommen von den Konzerten, die ich von ihm gesehen hatte, ging ich mit relativ hohen Erwartungen dahin. Relativ, weil diese Erwartungen schon durch das neue Album relativiert wurden. Weil es mit nur mäßig gefällt. Weil auch zu viele (ich nenn ausnahmsweise mal so) Balladen auf dem Album sind. Das kannste auf nem Konzert einfach nicht bringen. Der Pärchenanteil war so schon unverhältnismäßig groß. Wahrscheinlich durch die neue Platte angelockt.

Und das erste was ich schick fand, war die Bühnendeko. Weil das alles an das Design der neuen Platte orientiert war. Türkise Dreiecke und purpurfarbene Strahler. Dazu die weißen Strahler auf die Band. Das hatte was. Allgemein wurden echt tolle Ideen umgesetzt. Via eines großen Beamers wurde bei “Zu schnell vorbei” das Video auf die Dreiecke gestrahlt.

Und was ich ein bisschen komisch fand war der Vorhang aus Tüll. Ich kann nicht genau sagen, was für ein Stoff das war, aber es war schon recht durchsichtig. Trotzdem wirkte es wie eine Trennung vom Publikum. Denn darauf wurden auch wieder Animationen gebeamt. Als wenn das Publikum mal bitte so weit wie möglich weg sein sollte. Da hätten sie gleich eine Mauer aufzeihen können.

Wie ich es mir gedacht hatte, wurde viel altes Zeug gespielt auf dem Konzert. Was auch gut war. Was glaub ich, das Konzert auch ein bisschen ertragbarer gemacht hatte. Nur waren die Lieder etwas verändert, etwas elektrisiert. Das heißt mit Synthies unterlegt. Das gefiel mir nicht vor allem “Vier kleine Wände” und “Bescheid” hat er damit grob verschandelt… Aber um das mal zu verallgemeinern: Wenn ich will, dass der Bass mich wegfetzt, dann gehe ich eigentlich nicht auf ein Konzert von Clueso. Dafür gibt es andere Gelegenheiten. Das war komisch. Das möchte ich nicht nochmal.

Bei der Zugabe aber, hach, “Barfuss” diesmal nicht mit Akustikgitarre, dafür mit Begleitung am Klavier. Auch herrlichst. Deshalb das Konzert: durchwachsen.

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